Aus- und Rückblick

Das letzte Jahr ist gerade so an mir vorbei gerast. Die meiste Zeit waren wir mit der Sanierung unseres Hauses beschäftigt. Es war eine wirklich sehr anstrengende Zeit. Nach Feierabend ab auf die Baustelle und abends dann nicht auf die Couch sondern ran an den PC, die nächsten Schritte planen und vorbereiten, Wissen aneignen und Tutorials schauen, Sachen aussuchen, Preise vergleichen und Diskussionen ohne Ende. Zwischendrin noch Handwerkern und dem Überlandwerk hinterher telefonieren und jede Menge Rechnungen zu begleichen. Auch an den Wochenenden gönnten wir uns nur ganz selten mal einen Baustellenfreien Tag.

Es ging wirklich ganz schön an die Substanz und manchmal war ich richtig am Ende. Ich bin wirklich froh, dass wir nun seit Ende November im Häusschen wohnen können. Und nur noch Kleinigkeiten wie Fußleisten kleben, Möbel aufbauen, Lampen und Gardinen aufhängen, Kisten auspacken, Treppenhaus streichen und Keller aufräumen vor uns haben.

All die Mühe und Anstrengungen haben sich gelohnt, es ist schon jetzt so schön und gemütlich. Ganz besonders freue ich mich noch darauf, wenn Ende des Monats endlich unsere Türen kommen.

Ich bin wirklich sehr überrascht, dass ich trotzdem immer mal wieder Zeit, Lust und Energie zum Handarbeiten gefunden habe. Denn neben dem Renovieren bin ich auch noch Vollzeit arbeiten gegangen und habe auch viel Zeit mit meiner Tochter verbracht.

2018 sind wieder tolle Projekte entstanden, wenn auch deutlich weniger als in den Jahren zuvor. Insgesamt sind 24 Projekte von meiner Nadel gehüpft. Unter anderem habe ich 5 Paar Socken gehäkelt und geknooket, 4 Schals/Tücher, 4 Sachen fürs Töchterlein, 3 Taschen, 1 Kette, 2 Armbänder und 1 Ring, ein Fahrraddings, 1 Paar Topflappen, eine Melonen Maßbandhülle, ein Set Abschminkpads, ein Peelingschwamm und meinen erster Pullover.

Das meiste davon habe ich nicht wie sonst gewogen, verbloggt und ordentlich in die Statistik eingepflegt, das habe ich im letzten Jahr einfach schleifen lassen. Ich hatte soviel Papierkram rund um das Haus, da wollte ich einfach nur Wolle und Nadel in der Hand haben.

Hin und wieder habe ich mir Kind und Baustellenfrei genommen, um meiner Seele etwas Gutes zu tun und z.b. die H&H und das Blogstbarcamp in Köln, den Tag der Wolle in Freiburg, das Oppenheimer Wollfest und das Yarncamp in Frankfurt zu besuchen. Es waren immer wundervolle Stunden bei denen ich soviel Kraft tanken konnte.

Ich habe wieder so viele liebe Menschen getroffen, alte Bekannte, liebe Freunde und neue Gesichter. Ihr Lieben, ihr seid wirklich toll, schade, dass ich im letzten Jahr nicht mehr Zeit für euch hatte.

Stricktreffen habe ich im letzten Jahr gänzlich ausfallen lassen und auch Verabredungen mit Freunden gab es nur sehr wenige. Entweder fehlte die Zeit, oder ich war einfach zu erschöpft.

Umso mehr habe ich die Abende vor dem Schlafen gehen mit Instagram und Co. verbracht, an tollen Challenges und CAL/KALS/FALS/Makealongs teilgenommen und hier wenigstens etwas Kontakte gepflegt.

Mit Julia von TheCookingKnitter habe ich mit der #woolcolurchallenge meine erste eigene Challenge im Sommer ins Leben gerufen und im Herbst noch den #MeinWollfestMakealong veranstaltet. Es war großartig und hat so viel Spaß gemacht, danke nochmal an alle die fleißig mitgemacht haben. Für dieses Jahr habe ich diesbezüglich auch schon Pläne.

Und schaue ich jetzt noch einmal zurück auf meine Pläne, die ich mir für 2018 so gemacht habe? Da habe ich leider kläglich versagt. Mein Stash ist nur minimal reduziert, meine UFO ´s sind auch größtenteils noch oder haben zumindest Neuzuwachs bekommen. Und auch bei meinen MakeNine konnte ich nur 2 Stück fertig stellen.

2019 beginnt nun wieder mit dem #machdasufofertigfal vielleicht klappt es dieses Jahr besser. Oder ich lerne einfach zu akzeptieren, dass ich lieber neues annadel, als Altes zu beenden.

Pläne habe ich für dieses Jahr keine konkreten gemacht, ich will mich einfach mal treiben lassen und nach all der Arbeit nur das machen worauf ich spontan Lust habe.

Immerhin habe ich ja nun ein Häkelzimmer, das will entsprechend genutzt werden. Und ich möchte mich mehr mit Menschen treffen, die mir gut tun und deren Herzen auch für Wolle schlagen, das hat mir im letzten Jahr wirklich gefehlt.

Habt eine wollig schöne Woche, eure Frau Häkel.

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